Eigenheimförderung

Eigenheimförderung

Wohneigentum wird in Deutschland mit zahlreichen Programmen gefördert, so dass es sich lohnt, neben der Immobilien- oder Baufinanzierung über ein Kreditinstitut der Wahl zuvor die Möglichkeiten auszuloten. Bund, Länder, Gemeinden, sogar Kirchen stellen Fördermittel zum Bau oder Erwerb von Häusern und Eigentumswohnungen, für Modernisierung und Sanierung zur Verfügung.

Als Förderung fürs Eigenheim kommen sowohl zinsverbilligte oder zinslose Darlehen wie auch Zuschüsse für Einzelmaßnahmen oder bestimmte Vorhaben in Frage. Förderdarlehen sind als Ergänzungsdarlehen zu verstehen, mit denen ein bestimmter Anteil am Gesamtfinanzierungsbedarf gedeckt werden kann.

Am bekanntesten sind die Förderdarlehen der KfW für Neubau, Kauf, Sanierung und Modernisierung von Immobilien, die den aktuellen Energieeffizienzstandards entsprechen. Darüber hinaus stehen jedoch noch zahlreiche Fördertöpfe bereit, die vielfach aus Unkenntnis unbeachtet bleiben. Zu unterscheiden sind staatliche bundesweite sowie regionale Fördermittel. Insbesondere Familien können von den speziellen Förderprogrammen der Länder profitieren.

KfW Darlehen

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW, gilt als weltweit größte nationale Förderbank und rangiert unter Deutschlands größten Banken auf Platz drei. Für Privatpersonen, die Wohneigentum schaffen, erwerben, sanieren oder modernisieren wollen, stehen Förderdarlehen und Zuschüsse bereit, die auf Antrag gewährt werden. Förderziele sind die Steigerung der Energieeffizienz, des Wohnkomforts im Alter und bei Behinderung sowie Sicherheit durch optimalen Einbruchschutz. Die Darlehen der KfW zeichnen sich dabei durch sehr niedrige Kreditzinsen aus.

Die KfW arbeitet deutschlandweit mit Finanzierungspartnern wie Bausparkassen, Genossenschaftsbanken, Geschäftsbanken, Sparkassen und Finanzberatern/Vermittlern zusammen, über die Beantragung und Abwicklung vieler Förderprodukte laufen. Wer sich für eine Förderung durch die KfW interessiert, kann auf der Webpräsenz der Bank nach Finanzpartnern in seiner Region suchen.

Wichtig ist, dass alle Fördermittel im Voraus zu beantragen sind. Wer z.B. bereits mit dem Bau eines Hauses begonnen hat, kann keinen Antrag mehr für eine Baufinanzierung über die KfW stellen. Handelt es sich um Darlehen und Zuschüsse für Maßnahmen, die an energetische Vorgaben geknüpft sind, müssen diese zudem durch einen Energieexperten begleitet, überwacht und protokolliert werden.

Nachfolgend findet sich eine Übersicht über die relevanten Förderdarlehen und Zuschüsse für Privatpersonen:

Nr. 153 Energieeffizient Bauen: Kredit für den Bau oder Kauf eines KfW-Energieeffizienzhauses

Nr. 431 Energieeffizient Bauen und Sanierung: Zuschuss für die Planung und Baubegleitung durch einen Energieexperten

Nr. 433 Energieeffizient Bauen und Sanieren: Zuschuss Brennstoffzelle

Nr. 124 KfW-Wohneigentumsprogramm: Kredit zur Finanzierung von selbstgenutztem Wohneigentum, Kauf von Häusern und Eigentumswohnungen

Nr. 134 KfW-Wohneigentumsprogramm – Genossenschaftsanteile: Kredit für den Erwerb von Genossenschaftsanteilen für eine selbstgenutzte Genossenschaftswohnung

Nr. 270 Erneuerbare Energien – Standard: Kredit für Errichtung, Erwerb, Erweiterung von Anlagen zur Nutzung erneuerbarer Energien

Nr. 275 Erneuerbare Energien – Speicher: Kredit für Batteriespeicher in Verbindung mit Photovoltaik-Anlagen

Nr. 151 Energieeffizient Sanieren – Kredit für die Sanierung von Bestandsimmobilien zum KfW-Energieeffizienzhaus oder für einzelne energetische Maßnahmen

Nr. 430 Energieeffizient Sanieren: Investitionszuschuss für die Sanierung zum KfW-Energieeffizienzhaus oder einzelne energetische Maßnahmen

Nr. 167 Energieeffizient Sanieren: Ergänzungskredit für die Umstellung der Heizung auf erneuerbare Energien

Nr. 159 Altersgerecht Umbauen: Kredit für Modernisierungsmaßnehmen zur Barrierefreiheit, um den Wohnkomfort zu erhöhen und für Einbruchschutzmaßnahmen

Nr. 455B + 455E Altersgerecht Umbauen: Investitionszuschüsse für Barrierereduzierung/mehr Wohnkomfort oder Einbruchschutz

Förderdarlehen und Zuschüsse der KfW können vielfach auch untereinander sowie mit Fördermitteln der Bundesländer kombiniert werden.

Bundesweite Fördermittel

Unter bundesweiten Fördermitteln werden solche Fördermaßnahmen verstanden, die jeder Bürger in Deutschland in Anspruch nehmen kann, wenn die Voraussetzungen der jeweiligen Förderung erfüllt werden. Dabei ist es unerheblich, in welchem Bundesland eine Immobilie gebaut, gekauft oder saniert werden soll. Neben den Förderprodukten der KfW zählen dazu auch die Fördermittel Wohn-Riester, Wohnungsbauprämie, BAfA-Förderung für erneuerbare Energien und Baukindergeld.

Wohn-Riester

Die staatliche Förderung Wohn-Riester zielt auf die eigene Immobilie als Altersvorsorge ab und unterstützt durch Zulagen die Tilgung einer entsprechenden Immobilienfinanzierung (Riester-Darlehen oder Kombikredit aus Bausparvertrag und Bauspardarlehen). Das Fördermodell ist für Pflichtversicherte in der Deutschen Rentenversicherung und einige andere Berufsgruppen gedacht und bezieht sich auf selbst genutztes Wohneigentum. Wohn-Riester-Darlehen können für den Kauf, die Modernisierung sowie eine Anschlussfinanzierung eingesetzt werden.

Die Förderung beträgt jährlich für Erwachsene 175 Euro, Kinder erhalten je nach Geburtsjahr zwischen 185 und 300 Euro. Um in den Genuss der vollen staatlichen Förderung zu kommen, sind mindestens 4% vom sozialversicherungspflichtigen Vorjahreseinkommen (max. 2.100 Euro) jährlich als Tilgungsleistung in das Darlehen einzubringen. Die Tilgung in maximaler Höhe plus Zulagen kann als Sonderausgabe von der Steuer abgesetzt werden. Im Rentenalter fallen jedoch Nachversteuerungen an, über die sich Interessierte im Vorfeld genauer informieren sollten.

Wohnungsbauprämie

Die Wohnungsbauprämie ist ein staatlicher Bonus auf Sparleistungen aus Bausparverträgen, Sparverträgen für den Bau und Erwerb von Wohneigentum oder für den Erwerb von Genossenschaftsanteilen. Sie bezieht sich auf die jeweilige jährliche Sparleistung (mindestens 50 Euro) und beträgt 8,8%. Voraussetzung für den Erhalt ist, dass die Einkommenshöchstgrenze von 26.500 Euro für Alleinstehende bzw. 51.200 Euro für Ehepaare nicht überschritten wird.

BAfA-Förderung für energieeffiziente Wärmeerzeugung

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, kurz BAfA, bietet Zuschüsse und Bonuszahlungen für Hauseigentümer, die erneuerbare Energien für die Wärmeerzeugung nutzen wollen. Dabei werden in erster Linie Investitionen in Solarthermie, energieeffiziente Wärmepumpen, Biomasseanlagen für Bestandsimmobilien, deren Bauantrag vor 2009 gestellt wurde, gefördert. Energieeffiziente Heizanlagen können in Einzelfällen auch im Neubau gefördert werden. Die BAfA-Förderungen sind zudem mit diversen KfW-Programmen kombinierbar.

Baukindergeld

Ab 2018 können Familien mit Kindern für den erstmaligen Bau oder Kauf eines Hauses Baukindergeld in Höhe von jährlich 1.200 Euro je Kind erhalten, wenn das zu versteuernde Jahreseinkommen die 75.000 Euro-Grenze nicht überschreitet. Pro Kind gibt es einen Freibetrag von 15.000 Euro. Der Förderungszeitraum beträgt 10 Jahre.

Regionale Fördermittel

Bundesländer, Gemeinden, Städte, Kirchen sowie verschiedentlich auch Energieversorger eröffnen eine Vielzahl von Fördermöglichkeiten für selbst genutztes Wohneigentum.

Förderprogramme und Fördermittel der einzelnen Bundesländer

Vom hohen Norden bis nach Bayern – Die Fördermittel der Bundesländer sind nicht ohne und nur die wenigsten wissen überhaupt, welche Zuschüsse und zinsgünstige Darlehen das eigene Bundesland bereithält. Die Fördermittel stehen für Immobilienerwerb als Ersterwerb und Gebrauchtkauf, Neubau, energieeffizientes Bauen, Sanierung/Modernisierung oder die Verbesserung des Wohnwertes (u.a. barrierefreier Umbau) zur Verfügung.

Die Vergabe erfolgt über Landesbanken oder Landestreuhandstellen der Bundesländer. Die Beantragung kann nur erfolgen, wenn die jeweils definierten Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehören z.B. die Einhaltung von Einkommensgrenzen, Anteil an Eigenleistungen/Eigenkapital oder die Auflage der Selbstnutzung der Immobilie für einen definierten Zeitraum. Etliche Förderprogramme richten sich an Paare bzw. Alleinstehende mit Kindern und behinderte Menschen.

Die Förderungen für selbstgenutztes Wohneigentum (Privatpersonen) der einzelnen Bundesländer im Überblick:

Baden-Württemberg

Ländereigene Förderungen durch die Staatsbank für Baden-Württemberg (L-Bank)

  • Z 15 Darlehen Basis- und Zusatzförderung: Zinsverbilligte Langzeitdarlehen zum Bau, Erwerb, Ausbau, Umbau von selbstgenutztem Wohneigentum für Familien mit mindestens einem Kind
  • Förderangebote für schwerbehinderte Menschen mit speziellen Wohnbedürfnissen
  • Förderdarlehen Wohnen mit Kind: Langfristige zinsgünstige Darlehen zur Finanzierung von Eigenheimbau/Eigenheimkauf für Ehepaare, Alleinerziehende, eheähnliche Lebensgemeinschaften mit mindestens einem minderjährigen Kind. Einkommensgrenzen 200.000 Gemeinschaft, 100.000 Euro Alleinstehende.
  • Finanzierung Familienzuwachs – Optionsdarlehen: Langfristiges Darlehen, Zinsvergünstigung und Tilgungszuschuss als ergänzende Förderung bei Familienzuwachs, für Alleinstehende und kinderlose Paare, Altersbeschränkung 45 Jahre sowie Familien mit minderjährigen Kindern, die über der Einkommensgrenze für die Basisförderung liegen
  • Mietwohnungsfinanzierung Neubau/Modernisierung: Zinsverbilligte Darlehen mit Zinsfestschreibungen zwischen 10 und 30 Jahren

Bayern

Ländereigene Förderungen durch die Bayerische Landesbodenkreditanstalt (BayernLabo)

  • IBB Energetische Gebäudesanierung: Zinsgünstiger Kredit der KfW mit zusätzlicher Zinssubvention mit bis zu 0,6 % durch die IBB
  • IBB Wohnraum modernisieren: Förderung von Maßnahmen zur Instandsetzung & Modernisierung nach energetischen Aspekten

Brandenburg

Ländereigene Förderungen von Wohneigentum, Energieeffizient Bauen und Sanieren, Generationengerechtigkeit und behindertengerechte Anpassung durch die Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB)

  • Wohneigentum – Erwerb, Neubau und Ausbau: Zinsfreie Darlehen und Zuschüsse für selbst genutztes Wohneigentum in Innenstädten, für private Haushalte
  • Wohneigentum – Modernisierung/Instandsetzung mit energetischer Sanierung: Zinsfreie Darlehen und Zuschüsse, für private Haushalte im selbstgenutzten Wohneigentum in Innenstädten
  • Behindertengerechte Anpassung von vorhandenem Wohnraum: Zuschuss für Vermieter und Mieter von Mietwohnraum, selbst nutzende Wohneigentümer

Bremen

Das Land Bremen bietet verschiedene Programme zur Wohnraumförderung für Wohnungsbaugesellschaften, Eigentümergemeinschaften und Bauherren durch die Förderbank für Bremen und Bremerhaven (BAB) an. Private Wohneigentümer können eine individuelle Förderung erhalten, wenn u.a. folgende Ziele realisiert werden:

  • Neuer Wohnraum, der den aktuellen Anforderungen an Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit gerecht wird
  • Barrierefreie Wohnungen, insbesondere für ältere und behinderte Menschen
  • Energetische Sanierung gemäß KfW-Standard

Interessierte sollten sich mit der Förderbank in Verbindung setzen, um ausführliche Informationen zu erhalten.

Hamburg

Ländereigene Förderungen durch die Hamburgische Investitions- und Förderbank (IFB), gegliedert in die Bereiche Eigenheimförderung, Bauen in Baugemeinschaften und Modernisierung:

  • Zinsvergünstigtes IFB-Baudarlehen mit Familienzuschlägen + IFB-Aufwendungsdarlehen
  • FamilienStartDarlehen für Paare ohne Kinder, die innerhalb von 10 Jahren eine Familienerweiterung planen, nachträgliche Zinssubvention
  • IFB-Ergänzungsdarlehen für Bau oder Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum, unabhängig von Einkommen und Kosten des Vorhabens
  • IFB-Konstantdarlehen als Volltilgerdarlehen mit Zinsfestschreibung über die gesamte Laufzeit (25 Jahre), unabhängig von Einkommen und Kosten des Vorhabens
  • Erneuerbare Wärme: Zuschuss für die Installation von Solarthermieanlagen, Heizungsmodernisierung, Bioenergie, Wärmepumpen, Wärmeverteilnetze
  • Hamburger Gründachförderung: Einmaliger Zuschuss von maximal 50.000 Euro für die Dachbegrünung (Neubau und Bestandsimmobilie) inkl. möglicher Zuschläge
  • Zuschüsse für die energetische Modernisierung der Gebäudehülle bei Wohngebäuden aller Baujahre bis einschließlich 1994
  • Förderung für barrierefreies Wohnen, pauschale Baukostenzuschüsse für Einzelmaßnahmen, maximal 15.000 Euro/Wohnung

Hessen

Ländereigene Förderungen durch die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank)

  • Hessen-Baudarlehen: Zinsverbilligtes Darlehen für den Neubau einer selbstgenutzten Immobilie
  • Hessen-Darlehen: Zinsverbilligtes Darlehen für den Kauf einer selbstgenutzten Immobilie
  • Behindertengerechter Umbau von Wohneigentum: Zuschuss bis max. 12.500 Euro
  • Nebenkostendarlehen und Schallschutz-Darlehen (Flughafen Rhein-Main): Für Wohneigentümer in ausgewiesenen Fluglärmschutzgebieten

Mecklenburg-Vorpommern

Ländereigene Förderungen durch das Landesförderungsinstitut Mecklenburg-Vorpommern als Geschäftsbereich der Norddeutschen Landesbank Girozentrale

  • Förderung von Barrieren reduzierenden Maßnahmen im selbst genutztem Wohneigentum
  • Darlehen zur Modernisierung und Instandsetzung von selbst genutztem Wohneigentum

Niedersachsen

Ländereigene Förderungen durch die Investitions- und Förderbank Niedersachsens (NBank)

  • Eigentum für Haushalte mit Kindern/Menschen mit Behinderung: Darlehen für Neubau, Kauf, Aus- und Umbau, Erweiterung, Baumaßnahmen
  • Energetische Modernisierung von Wohneigentum: Zunächst zinsloses Darlehen für Hauseigentümer
  • Altersgerechte Modernisierung von Wohneigentum: Zunächst zinsloses Darlehen für Hauseigentümer
  • Hochwasserhilfe für private Haushalte: Zuschuss bei Hochwasserschäden

Nordrhein-Westfalen

Ländereigene Förderungen durch die NRW.Bank

  • Eigentumsförderung – Neubau oder Kauf von selbst genutztem Wohnraum: Zinsgünstige Darlehen für den Bau oder Erwerb einer selbst genutzten Immobilie
  • Eigentumsförderung – Menschen mit Behinderungen: Zinsgünstige Darlehen für Baumaßnahmen an Eigenheimen oder selbst genutzten Eigentumswohnungen, die wegen einer Schwerbehinderung erforderlich sind
  • Eigentumsförderung – Modernisierung: Zinsgünstige Darlehen für Modernisierungsmaßnahmen in und an bestehenden Wohngebäuden, Tilgungsnachlässe sind möglich
  • NRW.Bank.Gebäudesanierung: Zinsgünstige Darlehen für Privatpersonen für energetische Sanierung, Barrierereduzierung, Modernisierung des selbst genutzten Wohneigentums
  • NRW.Bank.WEG-Kredit: Darlehen für Modernisierungsmaßnahmen in Wohnungseigentümergemeinschaften
  • Gebäude-Check Energie: Zuschüsse für Beratungsleistungen zur Energieeinsparung an privaten Gebäuden
  • Leben auf dem Land: Darlehen bis 10 Mio. € für Investitionen im ländlichen Raum, auch für Privatpersonen

Rheinland-Pfalz

Ländereigene Förderungen durch die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB)

  • Förderung von selbstgenutztem Wohnraum: Zinsgünstige Förderdarlehen mit Tilgungszuschuss (Nr. 701, 702, 703) für Neubau, Ersterwerb, Ankauf von Häusern und Wohnungen zur Selbstnutzung, Ausbau, Umbau, Erweiterung, Umwandlung, Ankauf der bereits bewohnten Mietwohnung, Ersatzneubau nach Abriss
  • Förderung des Erwerbs von Genossenschaftsanteilen (Nr. 704): Zinsgünstiges Darlehen

Saarland

Das Saarland bietet drei Förder-Programme mit unterschiedlichem Ansatz, die über die Saarländische Investitionskreditbank AG (SIKB) finanziert werden:

  • Normalprogramm der Sozialen Wohnraumförderung – Förderung für alle Zielgruppen, im gesamten Landesgebiet, in den Bereichen Wohneigentum und Mietwohnraum sowie Wohnraumneuschaffung und Modernisierung
  • Sonderprogramm „Gebiete mit erhöhtem Wohnungsbedarf“ zur Verbreiterung des Angebotes an Wohnraum, in Kommunen mit erhöhtem Bedarf, in den Bereichen Wohneigentum und Mietwohnraum sowie Modernisierung zur Beseitigung von Barrieren
  • Sonderprogramm „Wohnen im Alter“ + Menschen mit Behinderung zum Abbau von baulichen Barrieren, im gesamten Landesgebiet

Sachsen

Ländereigene Förderungen durch die Sächsische Aufbaubank (SAB)

  • Programm Familienwohnen: Zinsgünstiges, langfristiges Darlehen für Familien mit Kindern unter 18 Jahren zum Bau oder Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum und für Modernisierungs-, Instandsetzungs- oder Umbaumaßnahmen, die für den Bestandserwerb notwendig sind. Kombinierbar mit Förderdarlehen der KfW oder einem SAB-Förderergänzungsdarlehen.
  • Programm Wohnraumanpassung: Zuschuss für Umbaumaßnahmen am selbstgenutzten Wohneigentum bzw. gemieteten Wohnraum bei eingeschränkter Mobilität

Sachsen-Anhalt

Ländereigene Förderungen durch die Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB)

  • IB-Förderdarlehen zum Bau oder Erwerb einer Immobilie für Haushalte mit mindestens zwei Personen
  • IB-Förderdarlehen zum Erwerb einer Bestandsimmobilie für Haushalte mit mindestens zwei Personen
  • IB-Wohneigentumsprogramm: Langfristige zinsverbilligte Darlehen zum Bau & Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum für Privatpersonen
  • Aufbauhilfen Hochwasser: Zuschüsse

Schleswig-Holstein

Ländereigene Förderungen durch die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH)

  • Soziale Wohnraumförderung für Eigentumsmaßnahmen: Zinsgünstige Darlehen für Bau und Erwerb von selbstgenutztem Wohneigentum, speziell für Familien mit Kindern und schwerbehinderte Menschen
  • IB.SH Immo Eigentum: Zinsgünstiges Darlehen mit langfristiger Zinsbindung für Neubau oder Kauf von Immobilien
  • IB.SH Immo Effizienzhaus: Zinsgünstiges Darlehen mit langfristiger Zinsbindung für Neubau oder Kauf von Immobilien nach Energiestandards
  • IB.SH Immo Konstant 24: Volltilgerdarlehen mit 24 Monaten Laufzeit
  • IB.SH Immoflex: Zinsgünstiges Darlehen mit Sondertilgungen für Neubau, Kauf oder Modernisierung von Immobilien
  • IB.SH Immofix: Zinsgünstiges Darlehen mit zwei Tilgungsoptionen für Neubau, Kauf oder Modernisierung von Immobilien
  • Modernisierungszuschuss für Selbstnutzer
  • Zuschuss für Einbruchschutz

Thüringen

Ländereigene Förderungen durch die Thüringer Aufbaubank

  • Wohnraumförderung-Eigenwohnraum-Modernisierung: Zinsgünstiges Baudarlehen zur Erhöhung des Wohnkomforts, Barriereduzierung, Heizenergieeinsparung für Haus und Eigentumswohnungen
  • Wohnraumförderung-Eigenwohnraum-Thüringer Sanierungsbonus: Zuschuss in Höhe von 12.000 Euro zzgl. Kinderzuschlag für Modernisierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen zur Erhaltung bzw. Wiederherstellung von Eigenheimen oder Eigentumswohnungen oder der Wiedernutzung einer Brachfläche
  • Wohnraumförderung-Eigenwohnraum-Neubau und Bestandserwerb-Thüringer Familienbaudarlehen: Zinsgünstiges Ergänzungsdarlehen für Haushalte mit mindestens 1 Kind oder Ehepaare/eingetragene Lebenspartnerschaften unter 40 Jahre oder schwerbehinderte Personen

Fördermöglichkeiten der Städte, Gemeinden

Städte, Gemeinden, Kommunen halten speziell für Familien Fördermittel und Förderprogramme bereit, mit denen der Kauf von Grundstücken, Häusern, Eigentumswohnungen und der Neubau einer Immobilie günstiger wird. Zu nennen sind hier das „Baugeld vom Bürgermeister“ als Darlehen oder Zuschuss sowie das „Einheimischenmodell“ für den Erwerb von vergünstigtem Bauland. Darüber hinaus finden sich lokale Initiativen und Aktionen, die Nachfrage bei den zuständigen Behörden vor Ort lohnt.

Fördermöglichkeiten der Kirchen

Soziale Wohnraumförderung haben sich auch die Kirchen auf die Fahnen geschrieben. So wird der Bau von Eigenheimen durch die katholischen Bistümer sowie die evangelischen Landeskirchen mit verschiedenen Angeboten je nach Zielgruppe und Voraussetzungen gefördert. Auf dem Programm stehen zinslose, zinsverbilligte Darlehen, Zuschüsse und Erbbaurechte, die den Grundstückserwerb günstig gestalten.

Fördermöglichkeiten der Energieversorger

Energieversorger mischen in Sachen Erneuerbare Energien kräftig mit und sind daran interessiert, Bestandskunden zu halten und Neukunden zu gewinnen. So winken nicht selten satte Ersparnisse durch Zuschüsse und Vergünstigen für neue energieeffiziente Heizsysteme und Brennstoffe. Auch die Strom- und Wärmeerzeugung durch erneuerbare Energien bietet Einsparpotential, das sich langfristig deutlich bemerkbar macht. Deshalb auch hier ruhig nachfragen!

Junge Familien

Das neue Baukindergeld ergänzt die staatlichen Fördermittel ab 2018 und bietet noch mehr Anreize für die eigenen vier Wände. Die Förderung gilt für den Hausbau und Hauskauf und soll rückwirkend zum 01. Januar 2018 gezahlt werden. Sobald das entsprechende Gesetz vermutlich im Sommer/Herbst 2018 verabschiedet ist, können sich in Deutschland mehr als zehn Millionen Anspruchsberechtigte freuen.

Anspruch auf Baukindergeld haben Familien, die erstmals ein Haus bauen oder kaufen und deren zu versteuerndes Jahreseinkommen maximal 75.000 Euro beträgt. Zugrunde gelegt wird das Einkommen der letzten beiden Jahre vor dem Erwerb oder Bau einer Immobilie. Für jedes Kind gibt es einen Freibetrag von 15.000 Euro. Da das Baukindergeld rückwirkend zum 01. Januar 2018 gezahlt wird, können auch Familien, die eine Immobilie zu Beginn des Jahres gekauft oder gebaut haben, vom Baukindergeld profitieren. Die Höhe der stattlichen Förderleistung beträgt 1.200 Euro im Jahr je Kind und wird für die Dauer von 10 Jahren gezahlt.

Viele Förderprogramme auf Länderebene sprechen gezielt junge Familien und Paare, die sich mit der Familienplanung beschäftigen, an und gewähren zinsgünstige Darlehen mit langen Laufzeiten oder großzügige Zuschüsse. Auch Gemeinden, Städte und Kirchen sind die richtigen Ansprechpartner für Fördermittel. Viele Kommunen wollen ihre Bevölkerungsdichte erhalten, stärken und ausbauen und dazu sind junge Familien die beste Zielgruppe. Hier zeigen sich verschiedene Möglichkeiten der Förderung.

Das „Einheimischenmodell“ ist für ortsansässige junge Familien gedacht, um günstiger an Grundstücke zu gelangen. Damit soll ihnen beim Kauf Vorrang vor zugezogenen Bürgern gewährt werden. Die Vergabe von preiswertem Bauland erfolgt nach einem Punktesystem. Interessierte Familien können sich um Bauland bewerben. Hinsichtlich der Rangeinstufung der Bewerber werden Kriterien wie Einkommen, Anzahl der Kinder, Ortsgebundenheit, Dauer der Ortsansässigkeit, ehrenamtlicher Einsatz in der Gemeinde, Arbeitsplatz in der Gemeinde bewertet.

Zinsgünstige Darlehen und Zuschüsse für Bauvorhaben und Eigenheimerwerb gibt es auch durch das Baugeld vom Bürgermeister, das im Rathaus der Stadt/Gemeinde beantragt werden kann. Weitere Anreize, die Familien mit Kindern, die eine Immobilien- oder Baufinanzierung stemmen wollen, entlasten, zeigen sich mit der Übernahme von Kindergartenbeiträgen, kostenfreien KiTa-Plätzen oder Vergünstigungen für Freizeitaktivitäten.

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